Published by admin on 21 Sep 2011 um 04:06 pm
Umsteigen auf Biogas?
Die deutsche Bevölkerung scheint nicht sehr stabil zu sein, wenn es darum geht, Vorsätze auch umzusetzen. Denn nach der Reaktorkatastrophe gaben die Deutschen laut Umfragen von Meinungsforschungsinstituten fast flächendeckend an, in Zukunft ihre Versorgung auf umweltverträgliche Technologien umzustellen und bei all ihren Kauf- und Konsumentscheidungen auf Nachhaltigkeit, ökologische Verträglichkeit und ähnliche Dinge zu achten. Geblieben ist davon leider nicht allzu viel. Viele haben ihre Vorhaben nicht umgesetzt, die Zeit hat die Wunden der Schrecken des Atomunglücks in Fukushima viel zu schnell wieder geheilt und kaum einer ist noch bereit, zugunsten der Umwelt die, vor allem finanziellen Opfer zu bringen.
Entdecke die Ökomöglichkeiten
Möglichkeiten zum umweltfreundlicheren Leben gibt es ja eigentlich in Hülle und Fülle. Neben einem Fernseher, der nicht mehr so viel Strom braucht kann man sich ja auch schon einen extra sparsamen Kühlschrank oder sparsame Waschmaschinen anschaffen, die nach den neuesten technischen Erkenntnissen funktionieren und nur einen Bruchteil an Wasser und Strom verbrauchen, wie alte Geräte. Auch seine Lebensmittel kann man fast vollständig in Bio-Qualität beziehen und sogar bei der Verpackung von Plastik auf Papier umsteigen. Der Stromanbieter kann auch Ökostrom liefern, man kann sich Solarzellen aufs Dach legen oder gleich ein eigenes Windrad betreiben. Doch bei vielen dieser Schritte sind Investitionen oder Mehrausgaben seitens des Verbrauchers erforderlich und genau da hört für viele die Liebe zu Umwelt auf. Der eigene Geldbeutel soll bitteschön nicht davon affektiert werden, dass es der Umwelt besser geht. Eine Möglichkeit, wo man garantiert keine Extraausgaben hat und trotzdem etwas Gutes für die Umwelt tun kann, ist jedoch der Umstieg in der Gasversorgung. Die Umstellung auf Biogas.
Subventionen lindern Kosten
Gas, das aus Biogasanlagen gewonnen wird, hat gleich einen zweifach positiven Effekt. Die Gülle und der Mist, sowie die Klärschlämme, die zur seiner Gewinnung genutzt werden, können so noch einen Dienst für die Menschheit leisten, bevor sie auf den Feldern als Düngemittel verklappt werden. Mit Hilfe von etwas, das sonst ein reines Abfallprodukt wäre, kann nun Gas gewonnen werden. Und das merkt man im Hausgebrauch gar nicht. Die Kosten bleiben gleich oder sind sogar geringer als beim herkömmlichen Gas. Denn die Bundesregierung fördert Bauern, die Biogasanlagen betreiben derzeit mit hohen Subventionen und auch auf dem Gasmarkt ist der Rohstoff noch subventioniert. Natürlich muss man sich darüber im Klaren sein, dass Subventionen immer befristet sind und man irgendwann auch für das umweltfreundlichere Gas tiefer in die Tasche greifen muss. Aber das sollte einem die Nachhaltigkeit wert sein, oder?