Diese Frühjahr müssen Verbraucher sich auf steigende Gaspreise gefasst machen: Bei mindestens 41 Anbietern sollen im April und Juni die Preise klettern. Um durchschnittlich 6,2 Prozent wollen sie die Preise erhöhen.

Im Gegenzug dazu werden 15 regionale Anbieter ihre Kunden in den nächsten Wochen um rund fünf Prozent entlasten. Andere regionale Gasanbieter halten ihre Preise in den kommenden Monaten auf einem stabilen Niveau. So hat zum Beispiel die Berliner Gasag angekündigt, dass sie die gegenwärtigen Preise bis mindestens 30. Juni 2010 halten werde. Seit September 2009 steigen die Importpreise für Gas stetig und bislang ist kein Ende dieses Trends in Sicht. Trotzdem hat die Berliner Gasag im letzten Jahr ihre Erdgaskunden insgesamt vier mal entlastet. Weitere Preissenkungen könne man sich aber nicht leisten, die die Umsatzerlöse im letzten Jahr aufgrund des fairen Verhaltens der Gasag um mehr als drei Prozent gesunken sind.

Der Anbieter Berliner Gasag bildet unter den regionalen Gasanbietern mit seinen stabilen Preisen eine Ausnahme. Viele regionale Gasanbieter kündigten bereits zum Jahreswechsel Preiserhöhungen an.

Ein durchschnittlicher Einfamilienhaushalt verbraucht im Jahr rund 20.000 Kilowattstunden Gas. Durch die aktuellen Preiserhöhungen könnten für Verbraucher im Schnitt 79 Euro höhere kosten entstehen. Im Extremfal beläuft sich die jährliche Mehrbelastung auf bis zu 167 Euro. Dies ist jedoch vom Verbrauch und vom Gasanbieter abhängig.

Ein Vergleich verschiedener Anbieter sowie eine Überprüfung des eigenen Gasverbrauchs lohnen sich also!