Seit Anfang des Jahres werden die Erdgaspreise bei den meisten Anbietern erhöht, teilweise um bis zu 15%. Für die Verbraucher ist deshalb zurzeit wichtiger denn je, die Tarife der Gasanbieter zu vergleichen, um ein günstiges Angebot zu finden.
Gerade die kleinen und neuen Anbieter bieten unschlagbare Tarife mit günstigen Preisen, denn im Gegensatz zu den großen Gasversorgern sind sie unabhängig und nicht an Mindestabnahmen gebunden. Diese Mindestabnahmen haben in der Vergangenheit schon zu einem Konflikt zwischen E.on und Gazprom geführt, da Gazprom auf die Mindestabnahme bestand und E.on einen neuen Vertrag aushandeln wollte. Zurzeit werden die großen Konzerne ihr Gas nicht los, weil die Nachfrage auf dem Gasmarkt sehr gering ist. Die Gasanbieter sind deshalb gezwungen einen Teil ihres gekauften Gases zum Billigpreis an den Energiebörsen Europas zu verkaufen. Davon profitieren die kleinen Anbieter, die können nämlich das billige Gas kaufen und ihren Kunden so niedrigere Preise garantieren.
Besonders schlaue Kunden wechseln also zu so einem kleinen Anbieter und sichern sich die niedrigen Preise für längere Zeit, in dem sie eine Festschreibung des gewählten Tarifs bei Vertragsabschluss vereinbaren. So behalten Sie die niedrigen Zinsen über einen längeren Zeitraum und sparen in dem Sie weniger zahlen.

Preiserhöhung ist nicht die Schuld der Gasanbieter

Die Preiserhöhungen sind anders als beim Strom nicht von den Gasversorgern künstlich in die Höhe getrieben worden, sondern vielmehr auf die Ölpreisbindung zurückzuführen. In den 1960er Jahren hat man sich auf eine Koppelung des Erdgaspreises an den Ölpreis geeinigt. Ungefähr zur gleichen Zeit entstand auch das internationale Kartell der  erdölexportierenden Länder, die OPEC. Das Ziel der OPEC ist es einen monopolisierten Ölmarkt zu schaffen, der von der OPEC gesteuert wird.
Damals war sich keiner sicher, ob Erdgas sich als Energieträger auf den Energiemärkten der Welt durchsetzen würde und könnte wurden die Preise für Erdgas an die für Öl gekoppelt. Außerdem wollten die Erdgasproduzenten, die so gut wie immer auch Erdölförderer sich nicht selbst Konkurrenz machen. Mit einer Verzögerung von einem viertel oder halben Jahr steigt oder fällt der Preis für Erdgas und passt sich so dem Ölpreis an.